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Letzte Aktualisierung: Di, 11. Okt.2011 15:46

Laub im Aquarium

Wir wissen, dass unsere Aquarien und die natürlichen Biotope aus verschiedenen Gründen nicht zu vergleichen sind. Bei uns kommt aber auch noch die deutsche Reinlichkeit dazu, und so wurde alles was unordentlich aussah aus dem Aquarium beseitigt. Dabei kann Laub nicht nur gut und natürlich aussehen sondern hat auch noch positive Eigenschaften.

Unsere Wirbellosen fressen Laub und dem wird nachgesagt das es die Häutung positiv beeinflusst. Laub gibt auch Humin- und Gerbstoffe an das Wasser ab und hat dabei geringe antibakterielle/fungizide Wirkung. Diese Wirkung ist bei den Laubarten unterschiedlich. So werden Seemandelbaum- und Wallnussblätter sehr hoch eingestuft. In der zweiten Stufe sind die Blätter der Eiche, Buche, Haselnuss, Erle, Birke, Kirsche, Apfel, Pappel, Kastanie, Esskastanie, Hainbuche und Ahorn. Ich verwende hauptsächlich Buchenblätter aus zweierlei Gründen: 1. Ich finde das Blatt hat ein neutraleres Aussehen im Gegensatz zum Eichenblatt und 2. Wenn ich es im Herbst oder Winter sammeln will, suche ich mir einen Buchenwald und kann es schnell und massig aufnehmen. Wenn es trocken ist kann man es über lange Zeit lagern. Ich habe einen 5 Ltr. Eimer halb mit Wasser gefüllt und gebe dann zwei Hände voll Laub zum weichen hinein, nach zwei bis drei Tagen kommt das durchgeweichte Laub in die Aquarien, es geht sofort unter. Ein Abkochen oder Überbrühen des trockenen Laubes halte ich für überflüssig.

Zwischen den Blättern, im Aquarium, haben Kleinstlebewesen ihren Aufenthalt und unsere kleinen Wirbellosen ein hervorragendes, zusätzliches Futterangebot. Viele Tiere nutzen das Laub als Versteck. Die leichte Braunfärbung des Wassers trägt wohl auch zu der beruhigenden Wirkung, beim betrachten, bei. Nach einiger Zeit zersetzt sich das nicht gefressene Laub im Aquarium und es werden lediglich einige Stängel noch abgesaugt.

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