Deep Blue Tigergarnele
Vermehrung von Enchyträen oder Weißwürmern, Enchytraeus albidus
Enchyträen sind weißliche Würmer die bis zu 50 mm lang und 1 mm dick werden
können. Sie sind ein sehr gutes Futter für die Aquarienfische und werden schon
seit Jahrzehnten für diese Zwecke genutzt. Auch die Garnelen und Krebse fressen
diese Würmer sehr gern, wobei man bei Wurmfutter immer darauf achten muss, es
nicht zu häufig zu geben, weil es ein fettes Futter ist. Wir können die Würmer
das ganze Jahr über vermehren nur sollten sie im Sommer etwas kühler gestellt
werden. Die günstigste Temperatur liegt zwischen 15 und 20°C.
Ich züchte die Enchyträen in Kunststoff Blumenschalen mit einem Durchmesser
von 30 und 40cm. Als Deckel benutze ich einen Untersetzer der in gleicher
Größe angeboten wird. Damit ich den Deckel besser abheben kann habe ich ihn
mit einer Kunststoffschraube, als Griff, versehen. Die Schale wird gut halb
voll mit Erde befüllt. Ich mische dafür Kakteenerde und Torfmull zu gleichen
Teilen. Die Erde wird vor dem einfüllen angefeuchtet und zwar so das man beim
anfassen der Erde merkt, das sie ein wenig feucht ist, sie darf auf keinen
Fall nass sein. In der Mitte der Schale wird eine leichte Kuhle gemacht und
ein Enchyträenansatz hinein gegeben. Als Futter nutze ich einen Brei, der aus
ca. 50% Blumenkohl, 25% Kartoffeln und 25% Karotten mit 4 Teelöffeln Salz
(für
1kg Futterbrei) gekocht wird. Das Kochwasser wird abgegossen und die
Gemüse zu einem Brei gestampft, jetzt werden noch Haferflocken dazu gegeben,
bis der Brei so steif ist, dass er nicht mehr vom Löffel rutscht. Nach dem
abkühlen wurde der Futterbrei in ca. 1cm dicke Tafeln eingefroren. Bei den
ersten Fütterungen habe ich ein Stück von ca. 2 x 2cm benutzt, die Menge war
in 4 bis 5 Tagen aufgefressen. Als die kleinen Würfel nach einem Tag aufgefressen
waren, habe ich die Futtermenge vervierfacht, jetzt dauert es etwa 3 Tage
bis das Futter weg ist und ich kann damit anfangen, vom Rand der Futterstelle,
die ersten Enchyträen zu verfüttern. Der Ansatz muss immer leicht feucht
gehalten werden, ein Indikator dafür ist eine leichte Kondenswasserbildung
in der Mitte der Deckelinnenseite. Ich benutze mehrere Enchyträenschalen
um ausreichend Futter zu haben und falls Mal ein Ansatz nicht mehr läuft,
ist Ersatz da. Ich habe früher schon mit anderen Futterbreien versucht
Enchyträen zu vermehren, was mir nie so gut gelang. Mit dieser Methode habe
ich keine Probleme gehabt und immer ausreichend Futtertiere.

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