Deep Blue Tigergarnele
Aschenbecher im Aquarium
Meine Garnelen dürfen Rauchen, jedenfalls biete ich Ihnen einen Aschenbecher an. Aber
natürlich nicht zum rauchen sondern als Futtertrog. Der Auslöser dafür war das ständige
Reinigen des Bodengrundes im Fütterungsbereich, da die Garnelen das angebotene Futter
im nu zerkleinern und es in dem Bodengrund versickert. Der Bodengrund wird schwarz und
fängt an zu stinken, wenn man ihn heraus nimmt. Lässt man den Bodengrund im Aquarium,
riecht man zwar nichts, aber für die Garnelen und Fische kann die Fäulnis auch nicht
gut sein, mal ganz abgesehen von der Wasserbelastung die immer größer wird.
So kam ich auf die Idee mir kleine kostengünstige Glasschalen zu suchen, in denen ich
das Futter für meine Garnelen geben kann ohne das ein Teil im Boden verschwindet. Als
ich von meinem Vorhaben meinen Freunden berichtete, gab es Ablehnung und Skepsis. Die
Garnelen würden das Futter aus der Glasschale schmeißen, oder sie nehmen sich das
Futter und schwimmen damit weg. Das Erste trifft nicht zu und das Zweite ist zwar
richtig aber sie fressen den kleinen Futterbrocken den sie mitnehmen auch meistens auf.
Nur wenn ich die Garnelen in ihrem gefüllten Futtertrog mit dem Blitz fotografiere ist
der Trog danach ziemlich geleert.

Wenn ein Pellet daneben fällt, benutze ich eine 30cm lange Pinzette um das Futter in
den Trog zu legen. Granulatfutter oder Flockenfutter lass ich zwischen den Fingern
kurz weichen und dann in den Futtertrog fallen.
Wenn Welse mit im Aquarium gepflegt werden hat es keinen Sinn die Aschenbecher zu
benutzen, weil sie sofort in den Futtertrog schwimmen und alles heraus schmeißen.
Ich habe diese Aschenbecher genommen, weil sie am günstigsten waren. Es standen
auch noch kleine, runde Glasschalen (In denen, in den Hotels, zum Frühstück die
Marmelade gegeben wird) in der näheren Auswahl. Ich bin froh mich für die Aschenbecher
(9 x 9cm) entschieden zu haben. Wenn ich das Futter von der Wasseroberfläche fallen
lasse treffe ich zu 95% den Futtertrog, was wohl auch dadurch begünstigt wird, dass
ich die Aschenbecher meistens in eine Ecke stelle, was mir mit den runden Schälchen
bestimmt nicht so gelungen wäre.

Stellt man eine Schale auf den Bodengrund, fängt der Boden darunter an zu faulen. Aus
diesem Grund habe ich an die Glasaschenbecher 2 bis 5cm (je nach Bodengrundstärke)
lange Glasstäbe geklebt. Durch die drei Stelzen ist zwischen dem Glasboden des
Aschenbechers und der Oberkante des Bodengrundes ca. 2cm Wasser. Selbst in einem
Schauaquarium ist der Glasaschenbecher kaum störend.

Aber nicht nur die Garnelen fressen aus dem Trog, sondern auch die Schnecken und
Planarien. Die Schnecken kann man sehr gut dezimieren und den Planarien den Kampf
ansagen. Beim herausheben der Aschenbecher muss auf kleine Garnelen geachtet werden,
die sich aber sehr leicht durch den Schlitz der Zigarettenauflage herausspülen lassen.
Nachteil ist, dass wieder eine Arbeit dazu gekommen ist. Wenn ich aber die verbesserte
Wasserqualität und das kaum noch der Bodengrund gereinigt werden muss dagegen setze,
wandelt sich der Nachteil zum enormen Vorteil.
Bei Fragen oder Anregungen könnt Ihr das Kontaktformular nutzen, oder mir eine E-Mail schreiben.
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